mehr Ferien = weniger Flexibilität im Job

Ich bin eine klassische Arbeitnehmerin, frisch ab der Uni bei einem Finanzdienstleister als Mitarbeiterin eingestiegen. Wir haben bei uns die Chance
flexibel zu arbeiten und die Arbeit selber einzuteilen. Wichtig ist, dass innerhalb des
Teams die Arbeiten gut aufgeteilt werden und das Team in Eigenverantwortung Aufgaben
überträgt und verteilt. So ist es auch möglich, dass die einen eher früher kommen und
andere früher gehen. Für einen Zahnarzttermin braucht es keine riesen Bewilligungen.
Wenn das Team den Service zu den Kunden sicherstellen kann, kann man auch kurz weg.
Das ist Jobqualität.

Wenn wir mehr Ferien haben, sind immer mehr Leute von den Teams weg.
Stellvertretungen werden schwieriger und dies wird besonders für berufstätige Mütter und
Väter eine grosse Herausforderung. Heute ist es möglich, dass Mütter und Väter allenfalls
auch kurzfristig, wenn ein Kind krank ist, von zuhause aus arbeiten. Dies geht in Zukunft,
vor allem in KMU dann nicht mehr, weil gleich Lücken entstehen. Und mehr Leute
einstellen kann sich ja niemand leisten – vor allem in der aktuell eher schwierigen
Wirtschaftslage nicht.

Ebenfalls muss das Team bei längeren Ferienabwesenheiten die Stellvertretungen
übernehmen. Mehr Ferien gibt im Endeffekt mehr Stress für das ganze Team. Weil sich
vor allem die KMU nicht leisten können, die zusätzlichen Ferien mit zusätzlichem Person
auszugleichen.

Mehr Ferien heisst quasi auch mehr Lohn. Für uns als Arbeitnehmer heisst dies entweder
lange keine Lohnanpassungen mehr oder sogar Lohnanpassungen nach unten. Denn
solche Zwangslohnerhöhungen können sich die Unternehmen, vor allem aktuell in dieser
wohl schwersten Wirtschaftslage seit langem, schlicht nicht leisten. Und was nützt es mich
unter dem Strich, wenn ich zwar mehr Ferien habe, aber mir dann keine Reisen leisten
kann und Familien mit ihren Kindern nicht etwas unternehmen können.

Das Fazit für mich ist klar: wenn wir die Flexibilität bei den Arbeitsstellen erhalten wollen,
wenn wir Familienfreundliche und vor allem sichere Arbeitsplätze wollen, dann müssen wir die Initiative “6 Wochen Ferien” ablehnen.

Die Videostatements sind hier zu finden.

Offiziellel Argumente gegen die Ferieninitiative

Die Ferieninitiative schadet den KMU

Die Ferieninitiative bürdet den KMU hohe Zusatzkosten auf. Dabei leiden diese bereits unter hohen Arbeitskosten, der Frankenstärke und der schwierigen wirtschaftlichen Lage – Mehrkosten liegen da nicht drin. Mehr dazu

Die Ferieninitiative gefährdet Arbeitsplätze und Wohlstand

Höhere Arbeitskosten schaden der Konkurrenzfähigkeit unserer KMU und  können zu Verlagerungen von Arbeitsplätzen ins Ausland führen. Mehr dazu

Die Ferieninitiative schadet den Arbeitnehmenden

Die Initiative gefährdet bewährte flexible Arbeitsmodelle und verhindert Lohnerhöhungen. Zudem führt die Initiative nicht zu weniger, sondern zu mehr Stress, weil Ferienvertretungen, Zusatzbelastungen und Hektik zunehmen. Mehr dazu


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Kategorie: Allgemein | Kommentar schreiben

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